Herausforderungen und Trends

Individualisierte Produktion

Kunden wollen und nehmen heutzutage mehr denn je Einfluss auf das Produkt, damit es individueller und unverwechselbarer wird. Das geschieht zum Beispiel über einen Produktkonfigurator, in dem der Kunde die unterschiedlichsten und zulässigen Varianten häufig mit visueller Unterstützung durchspielen und sich dann das Produkt nach seinen Wünschen letztlich ganz individuell zusammenstellen kann. Für den Anbieter bedeutet das, die zulässigen Varianten in der Software abzubilden und auch die Bedingungen (Constraints), also Beschränkungen wie zum Beispiel nicht zulässige Kombinationen, einzubauen. Je weiter die Individualisierung des Produktes möglich ist, desto eher erfolgt der Wechsel von der Serienfertigung zur auftragsbezogenen Endmontage, wobei die Komponenten selbst natürlich auch in einer Serienfertigung produziert werden können.

Produktion

Eine Software, die das unterstützt ist Microsoft Dynamics ERP. Wenn ein Auftrag über den Konfigurator angelegt wird und das Angebot vom Kunden bestätigt wurde, geht der Auftrag in die Disposition, um die notwendigen Prozesse anzustoßen. Die auftragsbezogene Endkonfiguration erfolgt in einer projektorientierten Fertigung, während die Basisbauteile aus der Serienfertigung stammen und nach MRP- und CRP-Prinzipien geplant und gefertigt wurden. Unterschiedliche Planungsverfahren in einem Fertigungsauftrag zu beherrschen, dazu bedarf es eines flexiblen Systems wie Microsoft Dynamics.

Individualisierte Produktion

Aufgrund der zunehmenden Individualisierung kann auch im B2C – wie im B2B häufig üblich - die Losgröße pro Auftrag bis auf Eins gehen und sich so auch direkt auf den Vorserienbau auswirken. Auch dann muss dieser Artikel noch wirtschaftlich gefertigt werden können. Den Werkzeug- und Materialwechsel schnell und ohne viel Aufwand zu bewerkstelligen ist eine der aktuellen Herausforderungen in den Unternehmen. Dafür gibt es keine einfachen Lösungen. In neueren Ansätzen erproben Fertigungsunternehmen die werkzeuglose Fertigung.

Produktion

Statt zum Beispiel Produkte im Spritzgussverfahren mit Werkzeugen in Serie herzustellen, stellen diese innovativen Unternehmen auf eine werkzeuglose Fertigung um und konstruieren dafür eigens neue Maschinen, die ein individuelles Produktdesign ermöglichen und zusammen mit neuen Materialien völlig ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Ein Beispiel dafür sind die 3D-Drucker und die SLS/SLM-Technologie.

Sie erlauben es, Produkte mit Losgröße 1 herzustellen und das zu betriebswirtschaftlich akzeptablen Kosten. Das eröffnet in einer bereits existierenden Kunden-Lieferantenbeziehung dem Abnehmer, auch auf das Produktdesign bereits im CAD/CAM-Stadium noch mehr Einfluss zu nehmen Dabei finden neue Werkstoffe Eingang in die Fertigung, die Produkte leichter, stabiler und unverwüstlicher machen. Und es eröffnen sich neue Spielräume für weitere Anwendungsszenarien. Die individualisierte Produktion ist in der Realität bei vielen Unternehmen schon angekommen. Microsoft Dynamics unterstützt die Unternehmen dabei.

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    Internet of Things
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    Lean Manufacturing
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    Big Data
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    Supply Chain Management
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    Collaboration
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    Produktivität
Internet of Things

Das Internet of Things (Internet der Dinge) ist das neues Schlagwort der IT-Branche: Es steht für die intelligente, vernetzte Infrastruktur von verschiedenen Systemen und Geräten. Jede Komponente agiert darin wie ein intelligenter Schaltkreis, der selbst entscheidet, wenn er etwas braucht: eine Maschine zum Beispiel neue Halbware für die Verarbeitung oder auch Service oder Ersatzteile. In Produktionsunternehmen steht dafür auch der Begriff Industrie 4.0. Die Intelligenz wird dabei dezentral auf die einzelnen Komponenten verteilt. Maschinen melden nicht nur Daten an ein globales ERP-System zurück sondern regeln sich von selbst.

 

Die betriebswirtschaftliche Ziele haben sich nicht verändert: optimale Produktionsauslastung, geringe Ausfallzeiten und kürzeste Durchlaufzeiten. Andere intelligente Systeme (wie Lager- und Transportsysteme) unterstützen nun diese Ziele, indem sie via ERP-System oder untereinander (Maschine zu Maschine) miteinander kommunizieren. Der Prozess läuft vollkommen automatisiert ab und bedarf nur bei Unregelmäßigkeiten des Eingreifens eines Produktionsplaners.

Internet of Things

Ein flexibles ERP-System stellt sich auf die Anforderungen von modernen Produktionsunternehmen ein. Es bietet vielfältige Planungs- und Steuerungsszenarien für die Einzel-, Projekt-, Serien- oder Variantenfertigung mit Ressourcenplanung von Material, Kapazität und Arbeit. Aber noch wichtiger ist es, diese Unternehmen in ihrem Bestreben nach einem Lean Manufacturing zu unterstützen, denn schlanke Prozesse reduzieren die Durchlaufzeit und erhöhen die Chancen, agiler im Wettbewerb zu sein.

 

Mit Lean Manufacturing verbinden sich Begriffe wie flache, intelligente Organisation, Prozessorientierung, Qualitätsmanagement, kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Synchronisation von Abläufen in der gesamten Wertschöpfungskette (bis zu den Lieferanten und Kunden) sowie Just-in-Time und Kanban-Steuerungen. Doch auch die Kombination der verschiedenen Aufträge stellt eine anspruchsvolle Aufgabe dar. Wenn Losgrößen immer kleiner werden, steigen die Rüstkosten. Ein ERP-System kann hier den richtigen Mix finden und in Lean Cost Strategie Vor- und Hauptfertigung bzw. auftragsbezogene Endmontage miteinander kombinieren.

Big data

Unternehmen werden zukünftig über deutlich mehr Daten und Informationen verfügen. Durch Big Data steht dem Unternehmen eine Datenfülle über Märkte, Geschäftspartner und Entwicklungen zur Verfügung, wie sie bislang kaum vorstellbar war. Auch die Menge unternehmenseigener Daten wird durch die Nutzung von Big Data enorm wachsen. Vor noch nicht allzu langer Zeit wurden die Produktionsdaten in einem Betrieb nur einmal täglich erhoben und von der Dispositionsabteilung am nächsten Tag bearbeitet.

 

Dis Änderungen in den Produktionsprozess einfließen konnten, vergingen weitere Tage. Mittlerweile ist es durch die Vernetzung der einzelnen Komponenten (Industrie 4.0) nicht nur möglich sondern auch erforderlich, Daten ständig auf der Produktionsebene zu erfassen und zu melden, grafische Auswertungen zu erstellen und bei Plan-Abweichungen sofort zu reagieren.

 

Die Datenflut, die hierbei entsteht, muss genau kanalisiert werden, um ein Echtzeit-Monitoring zu erreichen. Business Intelligence Tools helfen dabei, die Daten den entsprechenden Key Performance Indikatoren (Scorecards) zuzuordnen und diese den berechtigten Mitarbeitern und der Geschäftsleitung – auch in Kombination mit Benchmarkwerten der Branche oder vergleichbarer Unternehmen - aufbereitet zur Verfügung zu stellen. Big Data schafft bisher nicht gekannte Einblicke ins Unternehmen. Das Wichtigste ist jedoch, die Datenfülle so zu verarbeiten, dass daraus echte Geschäftsvorteile erzielt werden können.

Supply Chain Management

Die Synchronisation der gesamten Wertschöpfungskette ist eine wichtige Aufgabe, die nicht an den Unternehmensgrenzen endet. Produktionsunternehmen sind häufig Zulieferer für andere Unternehmen, auch innerhalb eines Firmenverbundes, und haben häufig selbst Zulieferer in mehreren Stufen. Das zeigt die gesamte Komplexität unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse. Durch Vernetzung der Beschaffungs-, Verkaufs- und Produktionspläne lassen sich diese zu Lieferketten zusammenfügen und bezüglich der Liefermengen und Termine genau abstimmen.

 

Auch externe Transportunternehmen werden dann noch eingebunden, um die Teile genau im richtigen Moment an den richtigen Ort zu bringen, immer häufiger just-in-time. So spart der Abnehmer teure Lagerkosten. Bei einem Kanban-Prinzip werden diese Liefermengen vom Lieferanten mit einer Pull-Order abgefordert. Je besser die einzelnen Player in der Kette zusammenarbeiten und je automatisierter die Meldungen verschickt werden, beispielsweise durch Edifact, desto kostengünstiger kann es für alle Beteiligten werden. Die entsprechenden Risikopuffer dürfen dabei aber nicht außer Acht gelassen werden, sonst steht irgendwann die Produktion.

Produktivität

Hohe Produktivität von Maschinen und Anlagen ist das primäre Ziel von Fertigungsunternehmen. Doch Produktivität ist nicht nur am Ausstoß einer Anlage abzulesen. Das ist ein theoretischer Wert. Vielmehr wird eine hohe Produktivität erreicht, wenn alle fertigungsrelevanten Prozesse synchronisiert werden und der Material-, Arbeits- und Wertefluss optimiert erfolgt. Microsoft Dynamics liefert dafür die Basis. Die Material-, Kapazitäts- und Ressourcenplanung erfolgt Unternehmensübergreifend, innerhalb eines Firmenverbunds oder auch in enger Verzahnung und permanenter Abstimmung mit Kunden, Partnern und Lieferanten.

 

Ein reibungsloser Workflow mit kurzen Durchlaufzeiten und einer geringen Ausschussquote ist genauso wichtig. Für die Produktivität ist auch entscheidend, wie flexibel und schnell ein Unternehmen auf Marktveränderungen reagieren kann wie auch auf die Wünsche ihrer Großabnehmer. Je weniger Umrüstzeiten erforderlich sind, desto größer ist die Produktionsmenge. Eine vorausschauende Disposition, die den Hauptproduktionsplan immer wieder flexibel anpasst, trägt auch dazu bei.

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